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Faden wird durch eine Linse gezogen

Bekleidungs-Wissen

Die Kunst des Tuchs – Ein Abend für Stoffliebhaber

Exklusiver Vortragsabend

Von der Faser zum Tuch – und warum das Garn so wichtig ist

Einleitung

Bis wir bei Ihnen Maß nehmen, hat Ihr Stoff bereits einen langen Weg hinter sich. Schur, Wäsche, Sortierung, Kämmerei, Spinnerei, Färberei, Weberei, Veredelung. An jeder dieser Stationen fallen Entscheidungen, die man dem fertigen Tuch später ansieht — oder eben nicht.

An diesem Abend gehen wir diesen Weg gemeinsam ab, geführt von Christoph Tresp, der Zegna für unseren langjährigen Partner J & H Rondholz vertritt. Im Mittelpunkt steht ein Haus, das seit 1910 im Biellese jeden einzelnen dieser Schritte in eigener Hand behält — von der Wollauktion in Australien bis zur letzten Veredelung.

Sie werden Rohwolle in der Hand halten, Garne gegeneinander verdrehen und den Unterschied zwischen zwei Tuchen fühlen, die auf dem Etikett fast identisch aussehen.

Der Abend im Überblick

18:00 Uhr — Ankommen & Genießen
Bei einem Glas Wein und ausgewählten Häppchen stimmen wir uns auf den Abend ein.

18:30 Uhr — Interaktiver Vortrag (ca. 90 Minuten)
Christoph Tresp führt durch die Kette vom Schaf über Kämmerei, Spinnerei und Webstuhl bis zum fertigen Tuch. Mit echten Materialien an jeder Station.

Im Anschluss — Fragen & Austausch
Zeit für Ihre Fragen, Fachsimpelei unter Kennern und den direkten Austausch mit unserem Referenten. An beiden Abenden ist zudem ein Vertreter des Hauses Zegna zu Gast.

Warum es „den besten Stoff“ nicht gibt

Ein Tuch ist immer ein Kompromiss. Was es leicht macht, macht es empfindlicher. Was es knitterfrei macht, nimmt ihm etwas von der Weichheit. Was großartig fällt, verzeiht weniger.

Wer das versteht, hört auf, nach dem besten Stoff zu suchen, und fängt an, den passenden zu wählen. Was für den Vielflieger richtig ist, ist für den Hochzeitsanzug falsch — und umgekehrt.

Genau darum geht es an diesem Abend: nicht um Ranglisten, sondern darum, die Stellschrauben zu kennen. Danach werden Sie bei jedem Tuch, das vor Ihnen auf dem Tisch liegt, selbst einschätzen können, was es kann und was nicht.

Was Sie erwartet

Der Abend führt Sie durch die gesamte Produktionskette edler Tuche: Schaf und Schur, das Waschen und Kämmen, die Entstehung von Garn und Zwirn, das Weben und Veredeln — bis zum fertigen Anzug, Sakko oder der perfekten Hose.

Im Mittelpunkt steht Zegna. Das Haus beherrscht als eines von wenigen weltweit die komplette Kette im eigenen Werk. Und es beginnt sogar noch eine Stufe früher: Seit Jahrzehnten vergibt Zegna in Australien einen Preis für das feinste Vlies der Saison — die Siegerwolle geht direkt in die Trofeo-Kollektion. Wir erzählen Ihnen die Geschichte dieses Wettbewerbs und was sie über die Beziehung zwischen Weber und Züchter verrät.

Daneben stellen wir die großen Zegna-Qualitäten vor und ordnen ein, wofür sie taugen: Trofeo für den, der täglich Anzug trägt. Traveller für den, der viel unterwegs ist. 15milmil15 als das, was technisch möglich ist, wenn Feinheit über alles geht — mit allen Konsequenzen für die Pflege.

Wichtig für uns: Stoffe und Rohmaterialien liegen zum wortwörtlichen Begreifen bereit. Denn erst wenn Sie das Vlies in der Hand halten und zwei fertige Tuche nebeneinander fühlen, wird der Unterschied wirklich greifbar.

Für wen ist dieser Abend?

Für alle, die mehr wissen wollen: den Gentleman, der seinen nächsten Anzug bewusst wählen möchte. Den Modeinteressierten, der Qualität von Marketing unterscheiden will. Jeden, der Handwerk schätzt und verstehen möchte, warum die Tuche aus dem Biellese weltweit als Maßstab gelten.

Wer im Februar in Köln beim ersten Stoffabend dabei war: Dieser Abend baut darauf auf, funktioniert aber vollkommen eigenständig. Damals stand mit dem Fresco ein englisches Tuch im Mittelpunkt — diesmal blicken wir nach Italien.

Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Nur Neugier.

Über Zegna

Ermenegildo Zegna gründete das Lanificio 1910 im Alter von 18 Jahren in Trivero, einem Ort auf rund 800 Metern in den Bergen oberhalb von Biella — aus der kleinen Weberei seines Vaters mit vier Webstühlen. Sein Ziel formulierte er ohne jede Bescheidenheit: die schönsten Stoffe der Welt herzustellen.

Dass ausgerechnet dieses Tal zum Zentrum der italienischen Wollverarbeitung wurde, hat einen handfesten Grund — das Wasser dort ist außergewöhnlich weich, und das macht beim Waschen und Färben der Fasern den Unterschied. Bis 1930 war das Haus auf rund 1.000 Mitarbeiter gewachsen, ab 1938 gingen die Tuche in die USA, nach dem Krieg in 40 Länder.

Bis heute wird am selben Ort produziert — und bis heute in Familienhand.

Über unseren Partner

Christoph Tresp vertritt Zegna für J & H Rondholz. Das Stoffhaus handelt seit 1920 mit feinen Tuchen und unterhält Niederlassungen in Berlin, Prag, Wien und Bratislava. Tresp kennt die Kollektionen aus der Perspektive dessen, der sie Tag für Tag gegen andere Weber verteidigen muss — und weiß deshalb genau, wo ihre Stärken liegen und wo nicht.

Veranstaltungsdetails

München
Mittwoch, 7. Oktober 2026
Einlass 18:00 Uhr · Beginn Vortrag 18:30 Uhr
XUITS München, Franz-Joseph-Straße 19, 80801 München

Jetzt Platz in München sichern.

Frankfurt
Donnerstag, 8. Oktober 2026
Einlass 18:00 Uhr · Beginn Vortrag 18:30 Uhr
XUITS Frankfurt, Bockenheimer Anlage 46, 60322 Frankfurt am Main

Jetzt Platz in Frankfurt sichern.

Teilnahme kostenlos. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, wir bitten um verbindliche Anmeldung.

Fragen zur Veranstaltung? Schreiben Sie uns an service@xuits.com


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